19 | 11 | 2019

Airbus Team als Four Peaks Finisher - mit dem MTB quer durch die Alpen

2013 sollte nicht das Jahr der Outdoorsportler sein.

Der Winter nahm keine Ende und am 31.März noch konnte man auf einer geschlossenen Schneedecke durch die Harbuger Berge und anderswo fahren. Vielleicht kam uns diese besondere Vorbereitung ja auch zugute. Der Erhaltungsneigung der seit Januar 2013 vorherrschenden Großwetterlage sei dank, dass das Winterwetter anfang Juni(!) und eine Jahrhundertüberschwemmung die Premiere Veranstaltung "Four Peaks" (ehemals Trans Germany) bis 36 Stunden vor dem Startschuss auf Messers Schneide hat stehen lassen und beinahe hätte abgesagt werden müssen. 

 

Glücklicherweise hörte es kurz vor Beginn doch noch ganz auf zu regnen und für den Veranstaltungszeitraum von 6 Tagen (incl. An-Abreise) gab es bestes Bergwetter. Martin - unser bis dato 4.Teammitglied - war bereits Tage vorher in die "Unwetterregion" angereist und hatte daraufhin für sich entschieden, in vermeintlich trockenere Gefilde zum MTB fahren zu fahren. Zu Dritt waren wir laut Reglement aber kein Team mehr. Als Ersatz SG Airbus Team Mitglied/er "verpflichteten wir Ralf Poppe und Hartmut., die beide ebenfalls bei der Four Peaks angemeldet waren. Beide Fahrer konnten wir Ablösegeldfrei vom RSC Harsefeld übernehmen und ließen sich anstandslos in unser Team integrieren.

Die Tour in Zahlen: 4 Etappen, ca. 300km und gut 9000 Höhenmeter, rund 800 Teilnehmer aus 38 Nationen.

Der Tagesablauf eines solchen mehrtägigen Etappenrennens sah dann wie folgt aus:

Am Mittwoch, den 5.6.2013, war der Start für 10:00 angesetzt alle anderen Tage jeweils um 9:00 Uhr. 

6:30 Aufstehen - 7:00 Taschenabgabe a.d. Rezeption - Frühstück - Ab 8:00 Startaufstellung - Start um 9:00 - nach Zieleinlauf so zw. 13 und 15 Uhr erstmal entspannen und an der köstlichen Zielverpflegung laben - MTB Waschplatz aufsuchen/anstellen - Hotel aufsuchen - Duschen - Schuhe und Klamotten "entschlammen" und für nächsten Tag vorbereiten (gut, wer Ersatztrikots dabei hatte ;-) - 18:00 Pastaparty und Siegerehrung, und Briefing für nächsten Tag. Um 22:00 ist man eigentlich todmüde.

Die Strecken in technischer als auch konditioneller Hinsicht hier im Detail nochmal zu beschreiben würde zuweit gehen. Kurz und bündig - hier. Nur soviel: Die Downhill trails, insbesondere (2.Tag) der knapp 7,5km lange und 1000Höhenmeter-Trail-Wahnsinn (WM-Strecke-Fleckalmtrail) hinunter von der Ehrenbachhöhe, treibt so manchem Fahrer - aus welchem Grund auch immer - leicht die Tränen in die Augen. Angst durfte man jedenfalls keine haben, Respekt schon. Ich glaube, persönlich wuchs ich dieser Tage und insbesondere auf den Single Trails scheinbar über mich hinaus und konnte manchmal erst im Ziel realisieren, wo ich da gerade ohne einen Kratzer hinunter gefahren war. Auf den Flachpassagen galt es eine schnelle Gruppe zu finden, um Kräfte, Zeit oder auch beides zu sparen. Aber das beissen in der Gruppe können wir in der Rad SG Airbus ja ;-)). Bei manchen Schiebepassagen von 25% Steigung und mehr kam ich mir vor, wie ein Ochse in einer Herde, die angetrieben nicht zum stehen kommen (darf)kann. Besonders die 300HM den Lachwald hinauf erforderten jedes einzelne PS - Kräfte einteilen, Fehlanzeige. Aber es gab auch flowige downhill Strecken und Panoramen, die für die Mühen entschädigten. Wäre auch schlimm, wenn nicht :-)) 

Allzu schlecht haben wir uns Flachlandtiroler in den unterschiedlichen Altersklassen dann auch nicht geschlagen:

Platzierungen an den jeweiligen Tages Etappen 1 - 2 -3 - 4  von jeweils Klassifizierten Teilnehmern. 

4 Grandmaster (Günter, Uwe, Ralf und Hartmut) 

1. Etappe: 103/104/111/101 v.121 

2. Etappe: 98/102/109/91 v.118

3. Etappe: 96/99/101/90 v.108

4. Etappe: 90/93/100/96 v.110

1 Master (Volker)

1. Etappe: 135 v.289 

2. Etappe: 133 v. 280

3. Etappe: 131 v. 268

4. Etappe: 92 v.264

Unser Team wurde 31. in der Gesamtwertung. 

Wer etwas über die einzelnen Strecken in ihrer Beschaffenheit erfahren möchte, der liest hier weiter. Siehe Streckenbeschreibung in der Tour Beilage.

Ob ich hiernach je die 8-tägige Bike Transalp (MTB) mitfahren werde, weiß ich nicht. Bin zumindest schonmal eingestimmt auf Alpentrails. Auf jeden Fall war die 4Peaks Tour ein echtes Highlight, nicht nur für MTB Freaks, sondern auch als Vorbereitung für sonstige Radsport Saisonhöhepunkte in den Bergen.

Soweit - sportliche Grüße

von Volker 

PS: Einige Bilder gibts natürlich auch: